13.04.2017

U19 auf "Auswärtstour"

Janina Schinkel

Der SV Halle hat in der U19 erneut für die überregionalen Meisterschaften gemeldet. Vor allem vor dem Hintergrund der abgelaufenen Saison im Damenbereich soll so den Perspektivspielerinnen Spielzeit und Selbstvertrauen (zurück-)gegeben werden. Lena Büschel, Janina Schinkel, Anna Hanzalek, Laura Schinkel und Celina Kühn bilden so den Kern der U19 Mannschaft, auch wenn sie in DBBL bzw. Regionalliga bereits zum Stamm gehören und schon als U17 bzw. U16 ins U19 Top 4 einzogen.

In Cottbus ging es also um die inoffizielle Ostdeutsche Meisterschaft gegen TuS Lichterfelde, den VfB Hermsdorf und die White Devils Cottbus. Direkt nach der Anreise am Samstag Mittag hieß der Gegner denn auch Tus Li, die man allgemein als gefährlichsten Konkurrenten einschätzte. "Man weiß ja nie, ob nicht auch der TuS mit seinen Top-WNBL Spielerinnen die Chance zu mehr Spielerfahrung nutzt..." kommentierte Steinwerth die Einschätzung. Dem war aber nicht so und so entwickelte sich eine Partie, in der unsere U19 von Beginn an dominierte. Die Berlinerinnen hielten zwar gut dagegen und waren auch spielerisch durchaus trotz ihres jungen Alters gut unterwegs. Aber der Physis und auch vielen taktischen Mittel des SV hatten sie am Ende nichts entgegenzusetzen. Spiel eins ging an den SV Halle mit 70:42.
Nach dem Check In in die Jugendherberge (ja, die "Zeit des Luxus" in der Damen Bundesliga mit Hotels gehobener Klasse ist leider vorüber) hieß es abends den Gastgebern Paroli zu bieten. Cottbus war ein guter Gastgeber und hatte ein schönes Umfeld geschaffen. Auf dem Feld waren sie dem SV aber von Beginn an aussichtslos unterlegen. Schnell zogen die Saalestädterinnen auf 34:13 (11.Min) davon. In diesem Tempo machten die Junglöwinnen weiter und am Ende stand ein 107:38 zu Buche.
Tags drauf galt es, gegen Hermsdorf die eigene Weste rein zu halten und auch ein wenig die U15 "zu rächen". Schmerzlich vermissen musste der SV dafür die WNBL-Mädels um Leo, Lina und Vivian, die zum letzten Heimspiel abgereist waren. Ihre Leistung in den Spielen am Samstag war sehr ansehnlich. Nach anfänglicher Nervosität trumpften sie alle mit viel Energie auf und verhalfen den "Alten" zu Verschnaufpausen en masse. Hermsdorf war sehr gut eingestellt und suchte sein Glück in einer Zonenverteidigung. Nur eins hatten sie nicht auf dem Papier: Janina Schinkels unfassbares Händchen an diesem Tag. Sie traf in diesem Spiel 10 (!!!) Dreier, was auch Familie Kovalev mit Bundesliga-Sohn Konstantin große Respektsbekundungen entlockte. "Auch wenn das Niveau natürlich noch relativ gering ist, die Dreierlinie ist aber auch hier 6,75m weit entfernt. Da kann man diese individuelle Leistung schon mal loben.", freute sich Steinwerth nicht nur über Schinkels Zielwasser. Auch Anna Hanazlek bewies ihre Treffsicherheit und Lena Büschel konnte endlich auch im Wettkampf ihre gestiegene Wurfqualität mit einem Dreier beweisen. So war das 106:44 standesgemäß und gab den Zuschauern durchaus das eine oder andere Schmankerl mit auf den Heimweg.
Mitte Mai steht dann das Endturnier der AK 19 an, wenn man irgendwo in Niedersachsen zur Norddeutschen Meisterschaft anreisen wird. Bleibt zu hoffen, dass die SV Halle Teens auch dort wieder ihr Zielwasser in einer der deutschen Jugendherbergen finden.

Die Punkteverteilung aller drei Spiele:
L. Schinkel (15/13/11), Büschel (7/26/27), Hanzalek (13/17/20), Niederhausen (5/7/0), Kühn (4/6/8), Wackermann (6/10), Heinicke (0/3), Müller (3/5), J. Schinkel (18/20/40)

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